Aktuelles

Nachrichten, Meldungen und Entwicklungen aus der internationalen Opernwelt.

Ailyn Pérez entdeckt Puccinis Manon Lescaut: Rollendebüt in Paris mit Roberto Alagna

Im November 2026 begegnen sich am Théâtre des Champs-Élysées zwei prägende Stimmen des italienischen Repertoires: Ailyn Pérez übernimmt erstmals die Titelrolle in Giacomo Puccinis Manon Lescaut, Roberto Alagna singt ihren Geliebten Des Grieux. Für die amerikanische Sopranistin ist die Produktion zugleich das Debüt an dem Pariser Haus. Die Inszenierung von Oliver Mears verlegt die Geschichte einer Liebe zwischen Leidenschaft, gesellschaftlichem Aufstieg und existenzieller Abhängigkeit in wechselnde historische Epochen.

Ailyn Pérez

Joyce DiDonato als Dido: Purcells Barocktragödie kehrt nach New York zurück

Joyce DiDonato übernimmt erneut die Rolle der Dido in Henry Purcells Dido and Aeneas. Gemeinsam mit dem Ensemble Il Pomo d’Oro und Dirigent Maxim Emelyanychev bringt die amerikanische Mezzosopranistin die Barockoper am 4. und 5. Februar 2027 nach New York. Auf dem Programm steht außerdem Giacomo Carissimis Oratorium Jephte – ein zweites Werk über Liebe, Verlust und ein verhängnisvolles Versprechen.

Joyce DiDonato

Barrie Kosky inszeniert Richard Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ an der Wiener Staatsoper

Die Wiener Staatsoper zeigt am 22. November 2026 eine Neuproduktion von Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos. Unter der musikalischen Leitung von Franz Welser-Möst treffen Golda Schultz als Ariadne, Serena Sáenz als Zerbinetta und Daniel Behle als Bacchus aufeinander. Barrie Kosky inszeniert das Werk, in dem große Operntragik und turbulente Komödie auf ungewöhnliche Weise zusammenfinden.

Die Wiener Staatsoper

Asmik Grigorian debütiert an der Met: Janáčeks „Jenůfa“ zwischen Liebe, Scham und Schuld

Asmik Grigorian übernimmt erstmals an der Metropolitan Opera in New York die Titelrolle in Leoš Janáčeks Jenůfa. An ihrer Seite steht Nina Stemme als Küsterin, jene Stiefmutter, die aus Angst vor gesellschaftlicher Ächtung eine folgenschwere Entscheidung trifft. Claus Guth inszeniert das psychologisch dichte Drama, Tomáš Hanus dirigiert. Die Neuproduktion feiert am 16. November 2026 Premiere.

Asmik Grigorian

Anna Netrebko wagt den Ausflug in die Moderne: Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“

Anna Netrebko stellt sich einer ungewöhnlichen Aufgabe jenseits ihres vertrauten italienischen Repertoires: In Béla Bartóks Oper Herzog Blaubarts Burg begegnet sie einer musikalischen Welt voller scharfer Kontraste, dunkler Orchesterfarben und psychologischer Spannung. Die konzertante Aufführungsreihe führt sie Ende November und Anfang Dezember 2026 nach Madrid, Basel, Wien, Rom und Budapest.

Anna Netrebko

Staatskapelle Berlin in Shanghai: Christian Thielemann dirigiert Strauss’ „Rosenkavalier“

Mit drei Aufführungen von Richard Strauss’ Der Rosenkavalier gastieren die Staatsoper Unter den Linden und die Staatskapelle Berlin im November 2026 in Shanghai. Christian Thielemann dirigiert die Inszenierung von André Heller mit Camilla Nylund als Marschallin. Das Gastspiel ist Teil der Eröffnungsfeierlichkeiten des Shanghai Grand Opera House und markiert die erste internationale Tournee einer szenischen Opernproduktion der Berliner Staatsoper seit 2018.

Christian Thielemann, Staatskapelle Berlin

Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“: Eine Frau im Kampf gegen Gewalt und Unterdrückung

Die Staatsoper Stuttgart zeigt ab dem 8. November 2026 Dmitri Schostakowitschs Oper Lady Macbeth von Mzensk in einer Neuproduktion von Ulrike Schwab. Rosie Aldridge singt Katerina Ismailowa, deren Sehnsucht nach Liebe und Selbstbestimmung in einer patriarchal geprägten Welt in Gewalt und Verzweiflung mündet. Am Pult steht der neue Generalmusikdirektor Nicholas Carter.

Generalmusikdirektor Nicholas Carter

König Artus vor dem Ende: Ernest Chaussons seltene Oper kommt erstmals nach Frankfurt

Die Oper Frankfurt nimmt am 8. November 2026 Ernest Chaussons Le roi Arthus erstmals in ihren Spielplan auf. In der spätromantischen Oper zerbricht die Idee einer gerechten Herrschaft an der Affäre zwischen Königin Genièvre und Lancelot. Thomas Guggeis dirigiert, Manuel Schmitt inszeniert; Domen Križaj singt den König, Magdalena Hinterdobler die Königin und Thomas Blondelle den Ritter Lancelot.

Die Frankfurter Oper

Neapel blickt auf seine Operngeschichte: Das Teatro San Carlo eröffnet mit Verdis „Luisa Miller“

Das Teatro di San Carlo richtet seine Saison 2026/27 auf die Geschichte des 1737 eröffneten Opernhauses und den Weg zum 300-jährigen Bestehen aus. Zum Auftakt am 2. Dezember steht Giuseppe Verdis Luisa Miller auf dem Programm – ein Werk, das der Komponist 1849 eigens für Neapel schrieb. Die Neuproduktion inszeniert Davide Livermore, Daniel Oren dirigiert, Piotr Beczała gibt als Rodolfo sein Debüt am San Carlo.

Neapel

Gnade als politische Entscheidung: Mozarts „La clemenza di Tito“ in Barcelona

Ein Herrscher wird verraten – und entscheidet sich gegen Rache. Mit Mozarts La clemenza di Tito zeigt das Gran Teatre del Liceu in Barcelona vom 25. November bis 1. Dezember 2026 eine Oper über Macht, Loyalität und Vergebung. Die Produktion von David McVicar trifft auf Jordi Savall, der mit Le Concert des Nations und der Capella Nacional de Catalunya die musikalische Leitung übernimmt.

Das Gran Teatre del Liceu in Barcelona

Verdis „Otello“ eröffnet die neue Ära an der Mailänder Scala

Mit Giuseppe Verdis Otello beginnt am 7. Dezember 2026 die erste Saison von Myung-Whun Chung als Musikdirektor des Teatro alla Scala. Die Neuproduktion inszeniert Damiano Michieletto; Brian Jagde übernimmt die Titelrolle, Luca Salsi singt Jago und Eleonora Buratto die Desdemona. Zum Auftakt der traditionsreichen Saisoneröffnung rückt damit ein Drama ins Zentrum, in dem verletzter Stolz, gezielte Manipulation und zerstörerisches Misstrauen eine Ehe und einen Menschen zugrunde richten.

Myung-Whun Chung eröffnet als neuer Musikdirektor die Saison der Mailänder Scala

Wagners „Ring“ in Paris: Vier Opern, ein Weltdrama

Die Opéra national de Paris bündelt Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ im November in zwei vollständigen Zyklen. In der Inszenierung von Calixto Bieito und unter der musikalischen Leitung von Pablo Heras-Casado entfaltet sich die Geschichte von Macht, Besitz und dem Untergang der Götter an der Opéra Bastille. Ein international besetztes Ensemble führt durch mehr als sechzehn Stunden Musiktheater.

Die Opéra Bastille in Paris

Turin eröffnet die Opernsaison mit zwei Verismo-Dramen: „Cavalleria rusticana“ und „Pagliacci“

Zwei Eifersuchtsdramen, zwei tödliche Eskalationen, ein gemeinsamer Opernabend: Das Teatro Regio Torino hat seine Saison 2026/27 mit neuen Inszenierungen von Pietro Mascagnis „Cavalleria rusticana“ und Ruggero Leoncavallos „Pagliacci“ eröffnet. Andrea Battistoni dirigiert, Ekaterina Semenchuk gibt ihr Hausdebüt als Santuzza. Im Zentrum stehen verletzte Liebe, gesellschaftlicher Druck und die gefährliche Nähe zwischen Bühne und Wirklichkeit.

Turin

„Der Rosenkavalier“ in Köln: Richard Strauss zwischen Walzer und Filmstudio

Mit Richard Strauss’ „Der Rosenkavalier“ hat die Oper Köln am 27. September 2026 ihre Eröffnungspremiere im wiedereröffneten Opernhaus gefeiert. Regisseurin Marie-Ève Signeyrole verlegt die Geschichte um Liebe, Eifersucht und Abschied in die Welt eines Filmstudios der Belle Époque. Unter der musikalischen Leitung von Andrés Orozco-Estrada stehen Magdalena Hinterdobler, Bianca Andrew und Patrick Zielke im Zentrum.

Giulia Montanari, Bianca Andrew

Mozart in Wien: Wenn Sänger und Schauspieler dieselbe Figur verkörpern

An der Wiener Staatsoper kehrt Wolfgang Amadeus Mozarts Die Entführung aus dem Serail in einer Inszenierung von Hans Neuenfels auf die Bühne zurück. Das Besondere der Produktion: Jede Gesangsrolle wird durch eine Schauspielerin oder einen Schauspieler gespiegelt. So entsteht ein Musiktheater, das nicht nur von Belmontes Suche nach Konstanze erzählt, sondern auch davon, wie Gefühle, Gedanken und innere Konflikte auf der Bühne Gestalt annehmen.

Die Wiener Staatsoper

Berliner Philharmoniker vor acht Jahren ohne Stammhaus: Sanierung der Philharmonie soll 1,15 Milliarden Euro kosten

Die Berliner Philharmonie muss grundlegend saniert werden. Eine Machbarkeitsstudie beziffert die Kosten für die Instandsetzung und eine mögliche Ausweichspielstätte auf insgesamt rund 1,15 Milliarden Euro. Ab 2032 könnte der Scharoun-Bau für mehrere Jahre schließen. Als Ersatzstandort rückt der ehemalige Flughafen Tempelhof in den Blick – doch Finanzierung und endgültige Standortentscheidung sind noch offen.

Die Berliner Philharmonie

Anna Netrebko singt Verdis Requiem an der Mailänder Scala

Am 28. und 30. Oktober steht Anna Netrebko im Mittelpunkt von Verdis Messa da Requiem am Teatro alla Scala. Riccardo Chailly dirigiert Orchester und Chor des Hauses; mit Ekaterina Gubanova, Fabio Sartori und Michele Pertusi ist das Solistenquartett komplett. Das Konzert verbindet eine international gefragte Sopranistin mit einem Werk, in dem Verdi die Ausdrucksmittel der Oper in den Rahmen einer Totenmesse überführt.

Anna Netrebko

Operalia 2026 in Shanghai: Wo die nächste Generation der Opernstars antritt

Vom 26. Oktober bis zum 1. November 2026 versammelt der internationale Gesangswettbewerb Operalia 34 junge Sängerinnen und Sänger in Shanghai. In der Jury sitzen Verantwortliche bedeutender Opernhäuser, darunter die Metropolitan Opera in New York, die Wiener Staatsoper und die Mailänder Scala. Für die Teilnehmenden geht es damit nicht allein um Preise, sondern auch um die Aufmerksamkeit jener Personen, die internationale Besetzungen mitgestalten.

Die Metropole Shanghai

Asmik Grigorian und Plácido Domingo erinnern in Jerewan an Gegham Grigorian

Ein Abend zwischen familiärer Erinnerung und internationaler Operngeschichte: Am 16. Oktober treten Asmik Grigorian und Plácido Domingo im Nationalen Akademischen Opern- und Balletttheater in Jerewan auf. Das Galakonzert ist dem 75. Geburtstag des armenischen Tenors Gegham Grigorian gewidmet, der 2016 starb. Für seine Tochter Asmik wird der Auftritt zu einer persönlichen Hommage an den Vater und Künstler.

Plácido Domingo

Wenn die Tragödie auf die Komödie trifft – Barrie Kosky inszeniert Strauss in Wien

Ein verzweifelter Komponist, eine verlassene Ariadne und eine Koloraturkünstlerin, die mit ihrer Komödiantentruppe für Unterhaltung sorgen soll: Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos handelt auch vom Theater selbst. Am 22. November 2026 feiert an der Wiener Staatsoper eine Neuproduktion von Barrie Kosky Premiere. Franz Welser-Möst dirigiert, Golda Schultz singt Ariadne, Serena Sáenz übernimmt die Zerbinetta.

Die Wiener Staatsoper

Liebe, Gier und Untergang – Zürich bündelt Rachmaninows drei Opern

Das Opernhaus Zürich stellt drei selten gemeinsam gespielte Opern Sergej Rachmaninows an einem Abend zusammen. Am 1. November 2026 hat Dmitri Tcherniakovs Inszenierung von Aleko, Der geizige Ritter und Francesca da Rimini Premiere. Gianandrea Noseda dirigiert ein spätromantisches Triptychon, in dem Leidenschaft in Gewalt umschlägt, Besitz zum Lebensinhalt wird und eine verbotene Liebe in der Katastrophe endet.

Generalmusikdirektor Gianandrea Noseda

Ein amerikanisches Herrenhaus als Schauplatz für Mozarts „Figaro“

In San Francisco trifft Mozarts Le nozze di Figaro auf die Gründungserzählung der Vereinigten Staaten. Die Inszenierung von Michael Cavanagh verlegt die Komödie in ein amerikanisches Herrenhaus zur Zeit der Staatsgründung. Vom 31. Oktober bis 29. November 2026 zeigt die San Francisco Opera die Produktion erneut – mit Sebastian Weigle am Pult und einem Ensemble, das die gesellschaftlichen Machtspiele der Oper in den Mittelpunkt rückt.

San Francisco

Eine Ehehölle mit Orchester – Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ in Stuttgart

Am 8. November 2026 feiert Dmitri Schostakowitschs Oper Lady Macbeth von Mzensk Premiere an der Staatsoper Stuttgart. Regisseurin Ulrike Schwab erzählt von Katerina Ismailowa, die aus einer patriarchalischen Lebenswelt auszubrechen versucht und dabei selbst in Gewalt verstrickt wird. Nicholas Carter dirigiert das Staatsorchester Stuttgart; Rosie Aldridge übernimmt die Hauptrolle.

Generalmusikdirektor Nicholas Carter

Zwischen Abschied und Gipfelsturm – Diana Damrau singt Strauss mit Christian Thielemann

Diana Damrau und Christian Thielemann widmen sich in Berlin zwei sehr unterschiedlichen Klangwelten von Richard Strauss: den Vier letzten Liedern, einem musikalischen Nachdenken über Vergänglichkeit, und der Alpensinfonie, die den Aufstieg ins Hochgebirge als orchestrale Dramaturgie entfaltet. Die Staatskapelle Berlin spielt das Programm am 20. Oktober in der Staatsoper Unter den Linden und am 21. Oktober in der Philharmonie.

Diana Damrau

Götter, Verwandlung und Verführung eröffnen die Opernpremieren der Berliner Barocktage

Mit Francesco Cavallis „La Calisto“ beginnt am 8. November die Opernreihe der Barocktage an der Staatsoper Unter den Linden. Regisseur Stefan Herheim entwirft eine „barocke Science-Fiction“-Welt für die mythologische Geschichte um Jupiter, die Nymphe Calisto und die Göttin Diana. Christina Pluhar dirigiert ihr Ensemble L’Arpeggiata gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik Berlin; Vera-Lotte Boecker singt die Titelrolle.

Die Staatsoper Berlin

Macht und Begehren in Monteverdis „Poppea“ an der Staatsoper Berlin

Anna Prohaska und Raffaele Pe stehen bei den Berliner Barocktagen in Claudio Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ auf der Bühne. Die Oper über den Aufstieg einer ehrgeizigen Frau am römischen Kaiserhof verbindet politische Intrigen mit einer Musik, die Verführung, Eifersucht und moralische Konflikte unmittelbar hörbar macht. Diego Fasolis dirigiert die Akademie für Alte Musik Berlin.

Die Staatsoper "Unter den Linden"

Rossinis „L’equivoco stravagante“ in Wexford: Das Publikum wählt eine vergessene Oper

Zum 75. Wexford Festival Opera kehrt Gioachino Rossinis frühe Komödie „L’equivoco stravagante“ zurück. Das Besondere: Das Werk wurde erstmals in der Geschichte des Festivals durch eine öffentliche Abstimmung ausgewählt. Zugleich erklingt Rossinis erste großformatige Oper in einer neuen kritischen Edition – nachdem sie nach ihrer Uraufführung wegen ihres als anstößig empfundenen Librettos der Zensur zum Opfer gefallen war.

Die irische Stadt Wexford

90 Jahre Steve Reich: Der Komponist, der den Puls der neuen Musik veränderte

Steve Reich wird am 3. Oktober 2026 90 Jahre alt. Der New Yorker Komponist gehört zu den prägenden Gestalten der Minimal Music und hat mit Werken wie „Music for 18 Musicians“ und „Different Trains“ das Verhältnis von Rhythmus, Wiederholung, Sprache und Klang neu bestimmt. Sein Geburtstag wird weltweit mit Konzerten und Festivals gefeiert – und mit einem neuen Werk, das Reichs musikalische Sprache bis in die Gegenwart fortschreibt.

Steve Reich

La Scala öffnet ihr digitales Archiv: Mailands Operngeschichte wird online zugänglich

Das Teatro alla Scala baut sein digitales Angebot aus und macht damit nicht nur aktuelle Aufführungen, sondern auch Teile seiner eigenen Theatergeschichte online zugänglich. Über LaScalaTV stehen kostenlose Inhalte und Live-Streams bereit, während das digitale Archiv der hauseigenen Zeitschrift bis in frühere Jahrgänge zurückreicht. Aus dem Mailänder Opernhaus wird damit zunehmend auch ein digitales Gedächtnis der italienischen Oper.

Die Mailänder Scala

Mozarts „Jupiter“ mit historischer Klangsprache in Triest

Ton Koopman kehrt am 24. September an das Pult des Teatro Verdi in Triest zurück. Gemeinsam mit dem Pianisten Francesco Piemontesi und dem Orchester des Hauses widmet sich der niederländische Dirigent ausschließlich Mozart: Auf dem Programm stehen die Ouvertüre zu „Die Zauberflöte“, das Klavierkonzert Nr. 25 und die „Jupiter“-Sinfonie.

Das Teatro Verdi Trieste

Francesco Lanzillotta führt in Triest in die neue symphonische Saison

Francesco Lanzillotta steht am 20. September beim ersten Konzert der neuen symphonischen Saison des Teatro Verdi in Triest am Pult. Nach der strukturellen Restaurierung des Hauses beginnt dort eine Spielzeit, die erstmals seit Jahren von September bis Mai reicht. Auf dem Programm stehen Ezio Bosso, Maurice Ravel und Dmitri Schostakowitsch.

Das Teatro Verdi Trieste

Staatskapelle Berlin und Christian Thielemann beim Musikfest Berlin: Mozart trifft auf Bruckners „Romantische“

Zum Musikfest Berlin 2026 treffen am 8. September zwei sehr unterschiedliche Klangwelten aufeinander: Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert Nr. 21 mit Rudolf Buchbinder und Anton Bruckners Vierte Symphonie mit der Staatskapelle Berlin unter Christian Thielemann. Der Abend in der Philharmonie verbindet kammermusikalische Beweglichkeit mit symphonischer Weite.

Spielstätte des Musikfest Berlin -  Die Berliner Philharmonie

Pretty Yende erstmals in China: Südafrikanische Sopranistin eröffnet Musikfestival in Shenzhen

Am 11. September 2026 kommt die südafrikanische Sopranistin Pretty Yende erstmals nach China. Bei der Eröffnung des Shenzhen „Belt and Road“ International Music Festival trifft sie im Longgang International Art Center auf den chinesischen Tenor Wang Kang. Auf dem Programm stehen Opernklassiker von Puccini und Verdi, eine Welturaufführung für Suona und Orchester sowie Musik über die Stadt Shenzhen.

Die Sopranistin Pretty Yende

Händels „Floridante“: Bayreuth Baroque holt eine selten gespielte Oper zurück auf die Bühne

Mit Georg Friedrich Händels Floridante eröffnet das Bayreuth Baroque Opera Festival 2026 seine szenische Opernproduktion. Max Emanuel Cencic inszeniert und singt die Titelpartie, Markellos Chryssicos übernimmt die musikalische Leitung. Im historischen Markgräflichen Opernhaus trifft Händels kunstvoll zugespitztes Geflecht aus Liebe, Eifersucht, Macht und Verrat auf ein international besetztes Ensemble und das Wrocław Baroque Orchestra.

Georg Friedrich Händel

Joyce DiDonato singt Mahlers „Rückert-Lieder“ mit dem Metropolitan Opera Orchestra in Paris

Die amerikanische Mezzosopranistin Joyce DiDonato gastiert am 2. September 2026 mit Mahlers „Rückert-Liedern“ in der Philharmonie de Paris. Unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin trifft ihre Stimme auf das Orchester der Metropolitan Opera – eine Verbindung, die Mahlers intime Liedwelt mit dem Klangkörper eines der bedeutendsten Opernhäuser der Welt zusammenführt.

Joyce DiDonato

Staatsoper Berlin startet mit Verdi und Spontini in die neue Spielzeit

Am 5. September beginnt an der Staatsoper Unter den Linden die Spielzeit 2026/27. Zum Auftakt steht Giuseppe Verdis „Rigoletto“ mit Simon Keenlyside in der Titelpartie auf dem Programm. Bereits wenige Tage später folgen „Samson et Dalila“, ein Konzert der Staatskapelle Berlin mit Christian Thielemann und Rudolf Buchbinder sowie am 26. September die Premiere von Gaspare Spontinis „La Vestale“ mit Sonya Yoncheva.

"Rigoletto" an der Staatsoper Unter den Linden

Der Klang vom Grünen Hügel geht auf Reisen: Bayreuther Festspielorchester gastiert in Span

Zum 150-jährigen Bestehen der Bayreuther Festspiele verlässt das Bayreuther Festspielorchester den Grünen Hügel. Vom 29. August bis 6. September 2026 führt eine fünftägige Spanien-Tournee nach Barcelona, Santander, Sevilla, Madrid und Valencia. Unter Pablo Heras-Casado erklingen zentrale Orchester- und Szenenausschnitte aus Richard Wagners „Ring des Nibelungen“.

Festakt 2026: Christian Thielemann, Elza van den Heever (Sopran), Christa Mayer (Alt), Klaus Florian Vogt (Tenor), Georg Zeppenfeld (Bass), Festpielorchester, Festspielchor

Salzburger Festspiele: „Ariadne auf Naxos“ überzeugt vor allem musikalisch

Mit Richard Strauss' „Ariadne auf Naxos“ haben die Salzburger Festspiele ihre zweite Opernpremiere des Sommers präsentiert. Während die futuristische Lesart der Inszenierung kontrovers diskutiert wird, rücken viele Kritiken die musikalische Qualität des Abends in den Mittelpunkt – mit den Wiener Philharmonikern unter Manfred Honeck und einer eindrucksvollen Christina Nilsson in der Titelpartie.

Das "Haus für Mozart" in Salzburg

Sonya Yoncheva verbindet in Aix-en-Provence Operngeschichte und musikalische Gegenwart

Mit ihrem Konzertprogramm „Rebirth“ hat Sonya Yoncheva beim Festival d’Aix-en-Provence einen Bogen über mehrere Jahrhunderte Musikgeschichte gespannt. Gemeinsam mit Leonardo García-Alarcón und Cappella Mediterranea präsentierte die Sopranistin ein Programm zwischen Renaissance, Barock und traditionellen Liedformen, das von den Kritikern vor allem für seine musikalische Ausdruckskraft und stilistische Offenheit gewürdigt wurde.

Die bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva

Opéra national de Paris 2026/27: Mozart, Verdi, Puccini und Janáček prägen die neue Saison

Die Opéra national de Paris setzt in der Spielzeit 2026/27 auf die großen Werke des Opernrepertoires. Zwischen Palais Garnier und Opéra Bastille stehen Mozart, Verdi, Donizetti, Gounod, Massenet und Janáček im Mittelpunkt. Die Saison verbindet zentrale Partituren der Operngeschichte mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern sowie den besonderen Bedingungen zweier unterschiedlicher Pariser Bühnen.

Die Opéra Bastille in Paris

Neue ‚Carmen‘-Produktion in Salzburg: Bizets Oper zwischen Freiheit und Abhängigkeit

Georges Bizets „Carmen“ kehrt mit einer Neuinszenierung zu den Salzburger Festspielen zurück. Regisseurin und Choreografin Gabriela Carrizo von Peeping Tom untersucht gemeinsam mit Dirigent Teodor Currentzis die widersprüchlichen Seiten der berühmten Titelheldin. Mit Asmik Grigorian als Carmen und Jonathan Tetelman als Don José steht eine international besetzte Produktion im Mittelpunkt des Opernprogramms 2026.

Asmik Grigorian ist diesen Sommer in Salzburg als "Carmen" zu erleben

Glyndebourne bringt Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ mit neuer Klangkraft auf die Bühne

Das Glyndebourne Festival widmet Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos eine neue Produktion und verbindet darin musikalische Raffinesse, Komik und existenzielle Fragen nach Liebe und Kunst. Unter der Leitung von Robin Ticciati und mit einem international besetzten Ensemble entwickelt das Festival Strauss’ Oper im Spannungsfeld zwischen höfischer Unterhaltung, großer Tragödie und menschlicher Verwandlung neu.

"Ariadne auf Naxos" in Glyndebourne

„La traviata“ am Bodensee: Bregenz macht Verdis Tragödie zum großen Seebühnenbild

Mit Giuseppe Verdis La traviata präsentieren die Bregenzer Festspiele eine neue Seebühnenproduktion, die eines der bekanntesten Werke des Opernrepertoires in eine monumentale Bühnenlandschaft überträgt. Die erste Rezeption würdigt vor allem die musikalische Qualität, die Präsenz der Sänger und die eindrucksvolle Verbindung von Verdis Partitur mit der besonderen Atmosphäre am Bodensee.

Julien Behr (Alfredo) und Marjukka Tepponen (Violetta)

Bregenzer Festspiele eröffnen ihre 80. Saison mit Verdis „La traviata“

Mit einer Neuinszenierung von Giuseppe Verdis „La traviata“ beginnen am 22. Juli die Bregenzer Festspiele. Zum Auftakt der 80. Festspielsaison verwandelt sich die Seebühne am Bodensee erneut in einen außergewöhnlichen Opernschauplatz. Bis Ende August stehen 28 Aufführungen auf dem Programm und eröffnen einen Festspielsommer, der das Jubiläum des Festivals mit einer neuen Produktion verbindet.

"La Traviata" auf der Seebühne in Bregenz

Metropolitan Opera 2026/27: Verdi, Mazzoli und ein Jubiläum am Lincoln Center

Die Metropolitan Opera in New York plant ihre Saison 2026/27 mit fünf Neuproduktionen, zwölf Wiederaufnahmen und 193 Vorstellungen. Den Auftakt macht Verdis Macbeth mit Lise Davidsen; daneben setzt die Met auf die Uraufführung von Missy Mazzolis Lincoln in the Bardo, neue Produktionen von Jenůfa und La Fanciulla del West, die Met-Premiere von Silent Night und eine Gala zum 60-jährigen Bestehen des Hauses am Lincoln Center.

Lincoln Center in New York

Hinweise für Redaktionen

Die hier veröffentlichten Texte dürfen von Redaktionen unter Angabe der Quelle „Opernreiseführer e.K.“ kostenfrei redaktionell verwendet und gekürzt werden. Bildmaterial darf redaktionell verwendet werden, sofern der beim jeweiligen Artikel angegebene Bildnachweis/Copyright-Hinweis vollständig übernommen wird.

Eine werbliche oder kommerzielle Nutzung außerhalb redaktioneller Berichterstattung ist nur nach vorheriger Rücksprache gestattet. Kontakt: pr@opernreisefuehrer.de

Redaktion Opernreiseführer

Informationen zur redaktionellen Verantwortung, zu unserer Arbeit und zu unseren journalistischen Grundsätzen finden Sie auf der Seite Redaktion.