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Jonas Kaufmann eröffnet Carnegie-Hall-Saison mit den Berliner Philharmonikern

Mit Jonas Kaufmann als Solist und Kirill Petrenko am Pult eröffneten die Berliner Philharmoniker am 8. Oktober 2026 die 136. Saison der New Yorker Carnegie Hall. Auf dem Programm standen italienische Opernarien von Verdi, Leoncavallo, Cilea und Giordano sowie Respighis musikalische Stadtporträts Fontane di Roma und Pini di Roma.

Von der Redaktion Opernreiseführer

Jonas Kaufmann© Gregor Hohenberg
Jonas Kaufmann

Mainz/New York - Mit einem Gala-Konzert der Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko begann am 8. Oktober die neue Saison der New Yorker Carnegie Hall. Als Solist trat Jonas Kaufmann mit italienischem Opernrepertoire auf. Für das Orchester war es bereits das vierte Mal, dass es die Spielzeit des traditionsreichen Konzertsaals eröffnete. Die Verbindung reicht bis zu einem Konzert unter Herbert von Karajan im Jahr 1955 zurück.

Kaufmann präsentierte ein Programm mit dramatischen Tenorpartien aus dem italienischen Repertoire. Aus Ruggero Leoncavallos Pagliacci sang er Tonios Prolog und Canios berühmtes Arioso „Vesti la giubba“. Dazu kamen Federico Cileas „È la solita storia“ aus L’Arlesiana und Loris’ Arie „Amor ti vieta“ aus Umberto Giordanos Fedora. Die Ausschnitte zeigen Figuren, die zwischen öffentlichem Auftreten und persönlicher Verzweiflung gefangen sind – ein Repertoire, das Kaufmanns dramatische Gestaltungskraft besonders zur Geltung bringt.

Zwischen den Gesangsnummern setzte Petrenko orchestrale Akzente mit Ottorino Respighis Fontane di Roma und Pini di Roma. Die beiden Tondichtungen entwerfen farbenreiche Klangbilder der italienischen Hauptstadt: von ihren berühmten Brunnen bis zu den Pinien entlang der Via Appia. So trafen die psychologische Dramatik der Opernfiguren auf Respighis groß dimensionierte Orchesterbilder.

Das Konzert bildete zugleich den Auftakt einer dreiwöchigen Tournee der Berliner Philharmoniker durch Nord- und Südamerika. Für Kaufmann stand dabei keine neue Opernrolle im Mittelpunkt, sondern die konzertante Begegnung mit einem Repertoire, das von der lyrischen Klage bis zum dramatischen Ausbruch reicht.

Der Saisonauftakt verband damit die Ausdruckswelten der italienischen Oper mit Respighis musikalischem Porträt Roms. Kaufmanns Stimme und Petrenkos farbenreiche Orchesterarbeit prägten einen Abend, der die langjährige Verbindung der Berliner Philharmoniker zur Carnegie Hall fortführte.

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